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Insolvenzverschleppung

Die Insolvenz ist schnell verschleppt. Haben Vorstand oder Geschäftsführung die Insolvenzreife erkannt, müssen sie unverzüglich binnen einer maximalen Höchstfrist von drei Wochen Insolvenzantrag beim zuständigen Insolvenzgericht stellen, § 15a InsO. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, ist die Insolvenz verschleppt. Es droht z. B. der strafrechtliche Vorwurf der vorsätzlichen oder fahrlässigen Insolvenzverschleppung, des Eingehungsbetrugs und des Bankrotts.

Wer die Insolvenz verschleppt und dennoch weiter Rechtsgeschäfte tätigt und Verträge abschließt, kann von dadurch geschädigten Gläubigern persönlich auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Er muss grundsätzlich diejenigen Schäden ersetzen, die dem Gläubiger dadurch entstanden sind, dass er mit dem eigentlich insolvenzantragspflichtigen Unternehmen noch Geschäfte eingegangen ist.

Damit es dazu nicht kommt, sind bei Eintreten der Krise frühzeitig Liquiditätspläne und Überschuldungsbilanzen aufzustellen, anhand derer dokumentiert werden kann, dass ggf. noch keine Insolvenzreife vorliegt.

Falls nötig, wehren wir geltend gemachte Ersatzansprüche der Gläubiger ab und verteidigen auch hinsichtlich aller erhobenen Vorwürfe bezüglich insolvenzrechtlicher Straftaten.

Anwälte für Insolvenzverschleppung