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Mitarbeit in Gläubigerausschüssen

Der (vorläufige) Gläubigerausschuss ist neben der Gläubigerversammlung das zweite zentrale Organ der Gläubiger im Insolvenzverfahren. Vorläufige Gläubigerausschüsse können schon vor Insolvenzeröffnung und auch vor der ersten Gläubigerversammlung eingesetzt werden (sog. „Soll-Ausschuss“, § 22a Abs. 2 InsO). Bei bestimmten Merkmalen des Schuldners muss er eingerichtet werden (sog. „Muss-Ausschuss“, § 22a Abs. 1 InsO). Im (vorläufigen) Gläubigerausschuss sollen die absonderungsberechtigten Gläubiger, die Insolvenzgläubiger mit den höchsten sowie Kleingläubiger vertreten sein (§ 67 Abs. 2 InsO). Daneben soll die Arbeitnehmerschaft vertreten sein, wenn diese als Insolvenzgläubiger mit nicht unerheblichen Forderungen beteiligt ist.

Die Mitglieder des Gläubigerausschusses haben nicht nur den Insolvenzverwalter zu unterstützen und zu überwachen, sie haben weitreichende Befugnisse. So können sie bestimmen, welchen Insolvenzverwalter das Insolvenzgericht bestellen soll. Ebenso können sie zustimmen, dass der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb des insolventen Unternehmens veräußert, bevor die erste Gläubigerversammlung stattfindet. Häufig geschieht der Verkauf bereits kurz nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Wir arbeiten regelmäßig in solchen Gläubigerausschüssen mit, indem wir entweder im Interesse unserer Mandanten oder auf Ersuchen des Insolvenzverwalters bestellt werden.

Anwälte für Mitarbeit in Gläubigerausschüssen